Lakritz-Zeitreise

Haribo Lakritz Auslese

  • Ägyptische Papyrus-Rollen berichten von der Heilkraft des Süßholzsaftes. Die Ägypter des Altertums schätzten Süßholz sehr und tranken ein Lakritzgetränk namens Mai sus.
  • (1323 v. Chr.) Im Grab von Tutanchamun fand man Süßholzwurzeln um ihn im Jenseits vor Krankheiten zu schützen. (wurde 1922 entdeckt)
  • (um 247 v. Chr. - 183 v. Chr.) Hannibal stattete seine Truppen ebenfalls mit Süßholz aus.
  • Im 12. Jh. v. Chr. wurde im assyrischen Mesopotamien bereits das Wort Susu (Süßholz) auf einer Tontafel eingeritzt.
  • (8. Jh. v.Chr - 7. Jh. n. Chr.) Die Römer schätzten Lakritze als Heilmittel gegen Husten und als Durstlöscher. Es soll daher zur Standardausrüstung der römischen Legionen gezählt haben.
  • (4. Jh. v. Chr. - 6. Jh. n. Chr.) Schon im Altertum wurde Süßholz dazu genutzt um unangenehme Gerüche zu übertünchen: man machte sich Fußwickel aus den Blättern und nutzte es zur Mundhygiene.
  • Im 4. Jh. lieferte in Europa der griechische Botaniker Theophrast von Eresos einen ersten Hinweis auf Süßholz.
  • (800 v. Chr. - ca. 600 n. Chr.) In der Antike schätzte man bereits die heilende Wirkung des Süßholz
  • (ca. 6. - 15. Jh.) Im Mittelalter schrieb die Äbtissin Hildegard von Bingen dem Süßholz eine positive Wirkung hinsichtlich der Psyche zu – ihr zufolge soll es den Menschen "mild stimmen". Zu dieser Zeit wurde es über den See- oder Landweg nach Deutschland eingeführt. Die Wurzel war auf Märkten oder in Winkelapotheken erhältlich.
  • 1350 schreibt Konrad Magenbergs in seinem ‘Buch der Natur‘:
    “Daz Himilprot wirt ofr gevelschet mit Lakritzen, diu gepulvert ist.”
  • Erst zu Studienzwecken, später zur Ergänzung des Drogenbestandes wurde seit dem Mittelalter in der Bamberger Gärtnerei Süßholz angebaut. Süßholz wurde immer populärer, so dass man versuchte, so den steigenden Bedarf abzudecken. Der früheste Bericht stammt von Johannes Boemus aus dem Jahre 1520.
  • Im Mittelalter werden dem Süßholz magische Kräfte und Wunderheilungen zugeschrieben. Hinter den heute beweisbaren Heilerfolgen wurde Hexerei und Satanskult vermutet, wahrscheinlich auch durch die schwarze/dunkelbraune Farbe.
  • Nach einer Legende waren kleine Honig-Lakritz-Kugeln ein beliebtes Zahlungsmittel im mittelalterlichen Montpellier.
  • Lakritz wurde Anfang 16. Jh. in Verbindung mit dem berühmten Nürnberger Meistersinger Hans Sachs (1494-1576) erwähnt. Vermutlich weil Süßholz u.a. die oberen Atemwege besänftigt.
  • (15./16. Jh) Als „Süße Medizin“ wurde Lakritz in der Renaissance immer populärer
  • (1558 - 1603) In England wurde Süßholz während der Regentschaft von Elisabeth I. angebaut
  • 1716 erscheint das Wort Lakritz erstmals im Neuhochdeutschen Wörterbuch
  • Was wir jedoch heute, je nach Zutat, als süß, würzig oder salzig schmeckendes Naschwerk genießen,  galt bis ins 18. Jahrhundert hauptsächlich als Heilmittel.
  • Die als Weichlakritze bekannte Süßigkeit kreierte erstmals der britische Apotheker George Dunhill im Jahre 1760.
  • (1769 - 1821) Napoléon Bonaparte soll stets Lakritz in einer eigenen Schildpattdose bei sich getragen haben.
  • (1914 - 1918) Französische und türkische Soldaten hatten  im Ersten Weltkrieg Lakritze im Marschgepäck.
  • 1919 nimmt Katjes seine Lakritzproduktion auf
  • Lakritz wird in Süddeutschland auch Bärendreck genannt, weil  um ca. 1920 der Nürnberger Süßwarenfabrikant Karl Bär auf viele Lakritzrezepturen europaweite Patente besaß und das nicht jedem Konkurrenten „geschmeckt“ hat.
  • 1925 beginnt die Firma HARIBO die Lakritzproduktion in Bonn Kessenich (Lakritzstangen)
  •  1974 wurde die Produktion der sagenumwobenen „DDR-Lakritzstange“ eingestellt. Bis dahin wurde sie15 Jahre lang in dem VEB Süßwarenfabrik Wesa (Westsachsen), Wilkau-Haßlau hergestellt. Noch heute suchen viele Lakritz-Nostalgiker nach diesem unvergleichlichen Lakritz-Geschmack.
  • 2008 stellte Haribo die gute alte Lakritzpfeife (unverkennbar mit dem Schaumzucker-Stopfen in der Pfeife) ein.
    skippers_pipes_randEin würdiger Nachfolger wurde bald gefunden. Die Skipper’s Pipes mit Zuckerperlen als imaginäre Glut statt Schaumzucker-Stopfen, anderer Hersteller aber ebenso lecker und sogar in 2 Sorten: klassisch süß und mild gesalzen.

Und wo gibt es die?                                                     Richtig: bei MERLINUM MAGIC CANDY

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